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Kirche

Kirche Henggart

Die heutige Kirche
Die Kirche wurde im Jahre 1820 als vollständiger Neubau von Baumeister Johannes Volkart aus Niederglatt errichtet.
Das eigene Projekt des Baumeisters von 1817, eine Kirche mit achteckigem Grundriss und einem Türmchen mit doppelter Haube, war der Gemeinde jedoch zu teuer. So wurde dann die heutige Kirche im klassizistischem Stil gebaut. 1932 erfolgte die erste Renovation. 1971 die zweite Renovation, welche zur Hauptsache das Innere der Kirche betraf. Der Kirchenboden wurde tiefer gelegt, dabei stiess man auf Mauerreste älterer Bauten. Darauf hin wurden umfangreiche archäologische Grabungen vorgenommen und führten zu dem Ergebnis, dass auf demselben Standort bereits zwei ältere Gotteshäuser standen.
Unter dem Kirchenboden wurde ein Hohlraum geschaffen, um die Besichtigung dieser historischen Mauerfunde zu ermöglichen.
Bei der Renovation wurde der Innenausstatung, sofern sie kunsthistorisch wertvoll war, besondere Sorgfalt gewidmet. Das galt für die aus dem gotischen Mittelalter stammenden Taufsteinschale, sowie für die um 1820 geschaffene Schreinerarbeit. Die im Biedermeierstil erstellte Kanzel, das ländliche Chorgestühl, das warme Täfer und die schöne Brüstung der Empore geben dem Kircheninneren trotz Klassizismus ein bodenständiges Gepräge.
Der Leuchter ist ein Meisterwerk aus der napoleonischen Zeit und wurde ursprünglich für die Fraumünsterkirche in Zürich geschaffen.
Die erste Kirchenglocke in Henggart stammte aus dem Jahr 1645.

Turm-Uhr
Unermüdlich Tag für Tag drehen sich der Minuten- und Stundenzeiger unserer Kirchturmuhr um die eigene Achse und zeigen auf ihren vier Zifferblättern die genaue Zeit an. Noch selten hat uns die Kirchturmuhr in den vergangenen Jahren eine falsche Zeit gezeigt oder ist sogar stehen geblieben. Haben sie sich noch nie gefragt woher die vier Zifferblätter eigentlich ihre fast auf die Sekunde genaue Zeit hernehmen? Ich verrate es ihnen, es ist eine Turmuhr, welche 1920 in der ehemaligen, ältesten Turmuhrenfabrik der Schweiz im benachbarten Andelfingen gebaut wurde. Auch ist die Turmuhr dafür besorgt, dass alle Viertelstunde und Stunde eine akustische Zeitangabe mittels Glockenschlag erfolgt.

Uhrwerk
Die Turmuhr ist gegen Staub geschützt in einen Holzschrank eingebaut und hat ihren Standort im untersten Teil des Kirchturmes. Ihrem Räderwerk und Auslösemechanismus zu zuschauen - ein Wunderwerk der Mechanik – ist äusserst faszinierend und man neigt dabei dazu die Zeit zu vergessen. Einmal jährlich wird die Turmuhr gründlich gereinigt, mechanisch überprüft und mit Oel und Fett geschmiert.
Die Uhr besteht aus drei Teilen, links dem Schlagwerk für den Viertelstundenschlag, in der Mitte das Gehwerk verantwortlich für die Zeit und rechts das Schlagwerk für den Stundenschlag. Das Gehwerk besass früher ein Pendel und wurde in jüngerer Zeit durch einen Elektromotor ersetzt, welcher jede halbe Minute – gesteuert von einer funkgesteuerten, elektronischen Uhr – die Turmuhr diese halbe Minute weiter dreht. Hier wurde alt ehrwürdige Mechanik mit moderner Elektronik in Verbindung gebracht. Die Turmuhr von 1920 wird somit sekundengenau gesteuert und kann sogar automatisch die Umschaltung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt ausführen.
Die Zeit muss nun noch auf die vier Zifferblätter gebracht werden. Dies geschieht durch einen Rundstab – fachtechnisch Transmission genannt – welche durch den Kirchturm hinauf bis auf Höhe der vier Zifferblätter geführt, und dort durch ein Zahnradgetriebe auf die vier Zifferblätter verteilt wird. Diese Transmission wird durch das Gehwerk genau einmal pro Stunde um die eigene Achse gedreht und kann somit direkt die Minutenzeiger auf den Zifferblättern treiben. Für die Stundenzeiger wird die Drehung der Transmission durch die Zeigerwerke, ein Zahnradgetriebe 60:1, für die Stundenzeiger direkt hinter den Ziffernblättern angepasst.
Die beiden Schlagwerke ziehen über einen Seilzug drei Schlaghämmer auf und lassen sie auf die entsprechenden Glocken fallen und so entstehen die Viertel- und Stundenschläge.

Zifferblatt
Haben sie sich schon einmal ein Zifferblatt am Kirchturm genauer angeschaut? Die Stunden werden mit römischen Zahlen - wie übrigens bei den meisten Zifferblättern an Kirchen – dargestellt. Eine Besonderheit zeigt die vier dar. Sie wird nicht wie die römische Zahl IV, sondern mit IIII, dargestellt.
Erklärungen wieso die „vier„ mit vier IIII dargestellt wird gibt es einige:
- Im 17. und 18. Jahrhundert hatte man mit der IV ein ästhetisches Problem, die vier sehe unschön aus, war die landläufige Meinung.

- Ein gängiges Argument war auch, dass sich bei der Verwendung von IIII statt IV auf jeder Seite des Ziffernblattes genau 14 Zeichen befänden und somit symmetrisch gleichgewichtig seien.

- Die IV war die Abkürzung für den römischen Gott Jupiter und war damit für alltägliche, irdische Dinge tabu.

Und noch eine Erklärung zum Schmunzeln.
Der Turm der Kirche St.Peter in Zürich war früher auch ein Wachtturm um Zürich gegen Feuer und Sturm zu bewachen. Der ganze Tag wurde für die Turmwächter in drei Schichten à vier Stunden eingeteilt. Die erste Schicht während der „I„, die Zweite während der „V„ und die Letzte während der „X„.

 
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